Springe zum Hauptinhalt
Arrow Online-Beratung
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Öffne die Lasche für weitere Informationen zu caritas.de'
close
Caritas Deutschland
Caritas international
Adressen
Umkreissuche
Jobs
Umkreissuche
Kampagne
125 Jahre Caritas
Facebook caritas.de YouTube caritas.de x caritas.de Instagram caritas.de Linkedin caritas.de
close
Kostenlos, anonym und sicher!

Sie benötigen Hilfe?

  • Allgemeine Sozialberatung
  • Aus-/Rück- und Weiterwanderung
  • Behinderung und psychische Beeinträchtigung
  • Eltern und Familie
  • HIV und Aids
  • Hospiz- und Palliativberatung
  • Jungen- und Männerberatung
  • Kinder und Jugendliche
  • Kinder- und Jugend-Reha
  • Kuren für Mütter und Väter
  • Leben im Alter
  • Migration
  • Rechtliche Betreuung und Vorsorge
  • Schulden
  • Schuldnerberatung für junge Leute
  • Schwangerschaft
  • Straffälligkeit
  • Sucht
  • Trauerberatung
  • U25 Suizidprävention
  • Übergang von Schule zu Beruf

Sie wollen wissen, wie die Online-Beratung funktioniert?

Inhalte filtern nach Thema
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'aria-labelledby="header_logo_text"'
Beratung im
Bistum Aachen
  • Startseite
  • Unser Angebot
    • Kinder
    • Jugendliche und junge Erwachsene
    • Eltern
    • Fachkräfte
    Close
  • BERATUNGSSTELLEN VOR ORT
    • Aachen
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Alsdorf
    • Wir über uns
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Düren
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Erkelenz
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Geilenkirchen
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Kempen
    • Aktuelle Informationen
    • Unsere Beratungsangebote
    • Kinderbuch & Projekt BaumHaus
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Tipps und Material für Eltern
    • Anfahrt
    • Krefeld
    • Aktuelle Informationen
    • Unsere Beratungsangebote
    • Öffnungszeiten
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Anfahrt
    • Kurberatung DIGITAL
    • Monschau
    • Unsere Mitarbeiter
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Viersen
    • Aktuelles & Termine
    • Wir über uns
    • Adressen
    • Jahresberichte
    • Kurberatung DIGITAL
    Close
  • Unsere Beratung
    • Online-Beratung
    • Persönliche Beratung
    • Fragen und Antworten
    • Links und Ratgeber
    • Gesetze
    Close
Suche
Home
Filter
  • Startseite
  • Unser Angebot
    • Kinder
    • Jugendliche und junge Erwachsene
    • Eltern
    • Fachkräfte
  • BERATUNGSSTELLEN VOR ORT
    • Aachen
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Alsdorf
      • Wir über uns
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Düren
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Erkelenz
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Geilenkirchen
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Kempen
      • Aktuelle Informationen
      • Unsere Beratungsangebote
        • Eltern
        • Kinder
        • Jugendliche
        • Fachkräfte
        • Gruppenangebot
        • Trennung und Scheidung
        • leichte Sprache
      • Kinderbuch & Projekt BaumHaus
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Tipps und Material für Eltern
      • Anfahrt
    • Krefeld
      • Aktuelle Informationen
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
      • Unsere Beratungsangebote
        • Erziehungsberatung
        • Ehe-/Paarberatung
        • Lebensberatung
        • Präventionsarbeit
        • Gruppenangebot
        • Café Juwel
        • Familienzentren
      • Öffnungszeiten
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Anfahrt
      • Kurberatung DIGITAL
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
    • Monschau
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Viersen
      • Aktuelles & Termine
      • Wir über uns
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Kurberatung DIGITAL
  • Unsere Beratung
    • Online-Beratung
    • Persönliche Beratung
    • Fragen und Antworten
    • Links und Ratgeber
    • Gesetze
  • Sie sind hier:
  • Startseite
  • BERATUNGSSTELLEN VOR ORT
  • Aachen
Header_Leer
  • Startseite
  • Unser Angebot
    • Kinder
    • Jugendliche und junge Erwachsene
    • Eltern
    • Fachkräfte
  • BERATUNGSSTELLEN VOR ORT
    • Aachen
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Alsdorf
      • Wir über uns
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Düren
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Erkelenz
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Geilenkirchen
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Kempen
      • Aktuelle Informationen
      • Unsere Beratungsangebote
        • Eltern
        • Kinder
        • Jugendliche
        • Fachkräfte
        • Gruppenangebot
        • Trennung und Scheidung
        • leichte Sprache
      • Kinderbuch & Projekt BaumHaus
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Tipps und Material für Eltern
      • Anfahrt
    • Krefeld
      • Aktuelle Informationen
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
      • Unsere Beratungsangebote
        • Erziehungsberatung
        • Ehe-/Paarberatung
        • Lebensberatung
        • Präventionsarbeit
        • Gruppenangebot
        • Café Juwel
        • Familienzentren
      • Öffnungszeiten
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Anfahrt
      • Kurberatung DIGITAL
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
        • Infomaterial für Familien in der Corona-Zeit
    • Monschau
      • Unsere Mitarbeiter
      • Adressen
      • Jahresberichte
    • Viersen
      • Aktuelles & Termine
      • Wir über uns
      • Adressen
      • Jahresberichte
      • Kurberatung DIGITAL
  • Unsere Beratung
    • Online-Beratung
    • Persönliche Beratung
    • Fragen und Antworten
    • Links und Ratgeber
    • Gesetze
Aachen

Corona-Update: So können wir durchhalten

Wann kehrt endlich unser „normales“ Leben zurück? Das fragen sich viele Eltern, Kinder und Jugendliche, die sich nach den Lockerungen des ersten Lockdowns nun wie in einem „trüben langen Winter“ fühlen mit all den vielen erneuten drastischen Einschränkungen des öffentlichen, wirtschaftlichen und vor allem des sozialen Lebens.

Radermacher-Lamberty, ClaudiaClaudia Radermacher-LambertyCaritas Familienberatung

Die Hoffnung auf ein Ende dieser außergewöhnlichen Zeit ließ viele von uns im Sommer noch optimistisch gestimmt in die Zukunft blicken. Abnehmende Coronazahlen und Fortschritte in der Entwicklung von Impfstoffen ließen wieder ein stärkeres Gefühl von Kontrolle und Sicherheit zu.

Jetzt überwiegen wieder eher Hilflosigkeit, Unsicherheit und auch angesichts der neu hinzugekommenen verschiedenen Virus-Mutationen Gefühle von latenter Bedrohung. Deutlich wird die Notwendigkeit einer langfristigen Auseinandersetzung mit dieser Realität, denn auch trotz Impfstoff gibt es keine schnellen Lösungen. Wir müssen durchhalten. Das Licht am Ende des Tunnels ist zwar in Sicht, der Weg bis dahin aber noch nicht abschätzbar. Das erfordert von uns allen viel Geduld, Motivation und Kraft.

Vieles ist uns schon seit dem ersten Lockdown zur Routine geworden: Maske tragen, Abstand halten, Hygiene beachten! Die Anpassung an diese Bedingungen gelingt in vielen Familien schon und sie können bereits mit den damit verbundenen psychischen Herausforderungen besser umgehen. Aber bei vielen werden die psychischen Reserven allmählich knapp oder sind schon aufgebraucht. Vergleichbar der Besteigung eines hohen Berges mit dem Gipfelkreuz in noch weiter Ferne sinken Energie, Kondition und Antrieb mehr und mehr.

So ist nur allzu verständlich, wenn sich Eltern, Kinder und Jugendliche sehr belastet fühlen und psychische Auffälligkeiten entwickeln. Dies alles sind normale psychische Reaktionen auf diese außergewöhnliche Lebenssituation, die uns seit einem Jahr im Griff hat.

So schwer die Bedingungen zurzeit auch sind, sind wir ihnen nicht völlig ausgeliefert, sondern können auch selbst aktiv etwas tun.

Durchhalten und Durchstehen

In schwierigen Zeiten geht es immer darum, worauf man sein Augenmerk richtet: Schaue ich darauf, was schwierig ist, was Probleme macht, mich an meine Grenzen bringt und was nicht gelingt, so wird in meinem Erleben genau das größer und "mächtiger". Unsere innere Einstellung und unser Umgang mit dem "Schweren" beeinflusst somit sehr, wie sich die Situation auf unser seelisches Wohlbefinden auswirkt. Ist das Glas halb leer oder ist es halb voll? Gelingt es, den Fokus auf das zu richten, was trotz der derzeitigen Einschränkungen noch möglich ist, was alles noch gut gelingt oder was sich sogar neu entwickelt bzw. positiv verändert hat, wird unser Blick unweigerlich positiver und unsere Perspektive optimistischer. Dann kann das gute Gefühl entstehen, trotz aller Schwierigkeiten etwas zu schaffen.

Auch die Vorstellung, wie es sein wird und worauf man sich am meisten freut, wenn die Zeit der Beschränkungen wieder vorbei ist, hilft beim "Durchhalten.

All das mag zunächst zynisch klingen angesichts von wirtschaftlichen Notlagen bei vielen Familien durch die Pandemie - und dennoch können es kleine Lichtblicke für die belastete Psyche sein!

Das kann Eltern jetzt helfen

Für Eltern ist zunächst ganz wichtig, sich selbst zu beruhigen, d.h. zu überlegen, wie sie sich emotional entspannen und den Blick auf Positives fokussieren können. Um das Beste aus dieser anstrengenden Zeit zu machen, können für Eltern verschiedene Möglichkeiten hilfreich sein:

  • Eltern könnten abends alleine, mit dem Partner und/oder den Kindern "ressourcen-orientiert" auf den Tag zurückblicken. Was hat gut geklappt? Was waren gute Momente? Was hat Spaß gemacht? Wann haben wir z.B. ein schönes Spiel gemacht? Was habe ich Neues von meinen Kindern erfahren? Wo war ich erfolgreich, mein Kind zu beschäftigen? Wo konnte ich/konnten wir gemeinsam Konflikte lösen und so Eskalationen vermeiden? So können sich Eltern (und auch die Kinder) durch diese positiven Erfahrungen wieder kraftvoll fühlen.
  • Aufmerksamkeit auf etwas Positives richten, auf die wenn auch noch so kleinen "Lichtblicke" (Pläne für die Zeit "danach", ein gutes Gespräch, alle wohltuenden- und Genussmomente, etc.)
  • Konzentration auf positive Erfahrungen, die in der Vergangenheit Kraft gegeben haben und Mut gemacht haben, Erinnerung an die eigenen Stärken: Wann waren sie schon einmal in einer ähnlich ängstigenden oder gestressten Situation? Wie haben sie dies damals bewältigt, was hat ihnen damals gut geholfen?
  • Sich verabschieden von perfektionistischen Maßstäben - sich nicht zu sehr unter Druck setzen und nicht zu streng mit sich sein! Sich noch mehr anzustrengen statt auf seine Bedürfnisse zu "hören" führt häufig zu völliger Erschöpfung!
  • In dieser für alle belastenden Situation sollten Eltern nicht versuchen, gerade jetzt "große Erziehungsmaßnahmen" durchzusetzen. Etwas nachsichtiger sich selbst und den anderen gegenüber zu sein kann eine wichtige Ressource sein, um den Umgang mit der aktuellen Extremsituation zu erleichtern;
  • Bedrückende Gedanken und Gefühle akzeptieren, ihnen Raum geben, sie ausdrücken und mit anderen auch teilen ("geteiltes Leid ist halbes Leid"!)
  • Frühzeitig mit der Partnerin/dem Partner oder den Kindern auch über Konflikte sprechen, bevor Ärger eskaliert!!
  • Ausprobieren, was als Ventil gegen den eigenen Stress hilft: Eltern können Entspannungsübungen machen, die sie schon kennen oder die sie im Internet finden. Auch Sport und Bewegung zuhause oder draußen in der Natur wie z.B. ein Spaziergang können helfen, Stress abzubauen (es gibt gute Fitnessprogramme im Netz oder per App auch für zuhause)
  • Kontakte pflegen und neue Wege des Austauschs schaffen: der Austausch mit dem Partner/ der Partnerin, mit den Freunden, der erweiterten Familie oder anderen ist jetzt in dieser Zeit besonders wichtig. Wie gehen diese mit der Angst, den Sorgen und dem Stress um? Das heißt, das Sprechen über die Ängste und Nöte kann schon zur eigenen Entlastung und Beruhigung führen. Video-Chats sind hier besonders geeignet. Es tut gut, sich nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Über Mimik und Gestik nehmen wir viele nichtsprachliche Botschaften auf
  • Eltern brauchen ihre Auszeiten zum "Luft holen", entweder alleine oder zu zweit (wenn das möglich ist), sei es nur ein kurzer Spaziergang oder sich auch nur mal alleine in einen Raum zurückziehen. Wenn verlässlich ist, dass man danach auch wieder etwas Schönes zusammen macht, können Kinder dies für eine altersangemessene Zeit auch aushalten;
  • Eine klare und verlässliche Tagesstruktur ist eine weitere wichtige Hilfe zur Entlastung aller. Auch wenn alle "frei" haben und zuhause sind, sollte der Tag nicht chaotisch verlaufen. Dieser äußere Rahmen gibt allen Familienmitgliedern emotionale Sicherheit. So sollte es festgelegte Zeiten fürs Lernen, für freie und für gemeinsame Zeit, für Rückzugszeiten, gegebenenfalls für Fernseh-, Medien- oder Spielzeiten geben.
  • Hundert Prozent Home-Office bei gleichzeitiger Kinderbetreuung ist nicht realisierbar und führt schnell zu viel Streit und völliger Erschöpfung! Eltern sollten versuchen, sich mit der Betreuung und Home-Office abzuwechseln und "Zeitinseln" für Arbeit, Spiel, Telefonieren, etc. miteinander absprechen. So kann auch einer Überforderung dadurch, dass Eltern das Gefühl haben, mehrere Rollen gleichzeitig übernehmen zu müssen, vorgebeugt werden (Haushaltsmanager/in- Lehrer/in und Spielpartner/in für die Kinder und Partner/in sein und berufstätig sein, etc.);
  • Damit die Belastung für Alleinerziehende nicht zu extrem wird, sollten sie mit ihrem Arbeitsgeber nach kreativen Lösungen suchen. Ausgebrannte Mütter/ Väter können beruflich keine Leistung mehr erbringen!
  • Ein gutes soziales Netzwerk ist für Alleinerziehende jetzt besonders wichtig, um sich zwischendurch, und wenn auch nur für kurze Zeit, zu entlasten. Jede Form von Kommunikation hilft, sich auszutauschen über Kummer und Freude und hebt die Stimmung.
  • Beim Homeschooling Kinder unterstützen, aber keinen Druck ausüben; bei Problemen den Kontakt zur Lehrerin/ zum Lehrer suchen: Die seelische Gesundheit des Kindes und eine gute, nicht durch Homeschooling belastete Eltern-Kind-Beziehung sind genauso wichtig wie der Lernstoff!

Nicht permanent online sein, um ständig die neuesten Nachrichten über die aktuelle Entwicklung der Inzidenzwerte oder der Impfstoffe mitzubekommen. Dadurch wird das eigene Erregungsniveau nur immer wieder neu stimuliert. Das strukturierte Einholen der entsprechenden Informationen zu bestimmten Zeiten (vielleicht ein- oder zweimal am Tag) bei "seriösen" Quellen hilft dagegen, die Flut der Informationen und der Emotionen zu begrenzen.

Weitere hilfreiche Links:

  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs): Psychische Folgen von Corona und was zu tun ist - Ratschläge für Eltern Teil 1 und Teil 2
  • https://youtu.be/cdFzGS5XFnM(Teil 1)
  • https://youtu.be/dFaGRHzHRCo(Teil 2)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs): Tipps für den Familien-Alltag in Corona-Zeiten Teil 1 ("Bevor es knallt"), Teil 2 ("Das Gewitter vorbei ziehen lassen"), Teil 3 ("Klare Luft in der Bude):

    https://youtu.be/-ds-5nFJ_IU
    (Teil 1)"Bevor es knallt"

    https://youtu.be/LfwImNNEX3II
    (Teil 2)"Das Gewitter vorbei ziehen lassen"

    https://youtu.be/2ntgS9CBs-g
    (Teil 3) "Klare Luft in der Bude"
  • https://www.familienunterdruck.de/
  • https://psychologische-coronahilfe.de/hilfen-fuer-familien/

Das brauchen Kinder jetzt

Auch Kinder brauchen in dieser anstrengenden Zeit Unterstützung, um sie gut auszuhalten und durchzustehen. Denn sie brauchen jetzt einen Teil ihrer Energie, um die angespannte Situation und ihren Stress zu bewältigen. Sie spüren auch sehr genau, ob ihre Eltern angespannt oder entspannt sind. Deshalb ist auch für sie jetzt Entspannung wichtig. Daneben hilft ihnen der Blick auf das, was trotz der Einschränkungen, wenn auch in veränderter Form doch möglich ist. Bezieht man sie mit ein, entwickeln sie oft sogar selbst kreative Lösungen, um das Beste aus der Situation möglich zu machen. Auch lassen sie sich gerne "mitreißen", sich vorzustellen, worauf sie sich in der "Zeit danach" alles freuen und was sie jetzt schon planen möchten: mit den Eltern und Geschwistern, mit den Freunden, in Kindergarten oder Schule, mit ihren Hobbys, etc.

  • Babys und Kleinkinder brauchen besonders den Körperkontakt. Gehalten und gestreichelt zu werden gibt ihnen Sicherheit. Im Körperkontakt etwas vorzusingen oder kleine Geschichten zu erzählen kann sie auch sehr gut beruhigen.
  • Etwas größere Kinder können sich schon ganz gut entspannen, wenn sie auf dem Schoß der Eltern etwas vorgelesen oder erzählt bekommen, zusammen singen oder Musik hören und auch viel kuscheln.
  • Mit Kindern im Kindergartenalter können schon kleine Fantasiereisen (Hinweise im Internet) gemacht werden. Durch das Zuhören und sich vorstellen können sie sich in der Regel schon gut (gemeinsam mit den Eltern) entspannen.
  • Kinder brauchen Bewegungsspiele oder kurze bewegungsfreudige Spaziergänge. Und gemeinsam mit den Eltern zu einer immer gleichen Zeit am Tag etwas Sport zu machen (zuhause oder draußen), macht Kindern in diesem Alter schon viel Spaß (Hinweise dazu gibt es im Internet oder per Apps).
  • Gemeinsame fantasievolle Rollenspiele helfen ihnen jetzt, ihre Nöte, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. Kreatives Spielen gibt Kindern die Möglichkeit, Probleme zu bewältigen und ihre Anspannung zu reduzieren.
  • Grundschulkinder brauchen zur Entspannung ebenfalls viel Bewegung. Auch sie haben in der Regel viel Spaß daran, gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern sportliche Übungen zu machen.
  • Durch Vorlesen oder Fantasiereisen können auch sie ihren inneren Stress abbauen. Manchen Kindern (auch im Kindergartenalter) fällt es aufgrund der allgemeinen Anspannung schwer, spontan und kreativ zu spielen. Sie brauchen einen Erwachsenen, der ihnen hilft, ins Spiel zu kommen, ihnen Themen vorschlägt und sie zu Ideen ermutigt. Denn Fantasiespiele helfen auch den größeren Kindern, Ängste, Sorgen und Gedanken, die sie noch nicht reflektieren und versprachlichen können, spielerisch auszudrücken, im Spiel zu verarbeiten und dadurch letztlich ihre Belastungen in dieser schwierigen Zeit zu reduzieren
  • Vielen Kindern bleibt zurzeit nur noch die Familie als "sozialer Lebensraum", KiTa bzw. Schule und Freunde als soziale Räume, in denen sie sich sonst bewegen, sind weitgehend weggebrochen. Umso wichtiger gilt es jetzt, Kontakte zu Freunden oder anderen wichtigen Bezugspersonen zu unterstützen und neue Wege dabei zu schaffen (Treffen auf dem Spielplatz, Videotelefonie; Großeltern könnten z.B. die Gute-Nacht-Geschichte über Videochat vorlesen, etc.)
  • "Ressourcen-orientiert"- auf den Tag zurückblicken und für guten Schlaf sorgen (Schlafrituale, positive Dinge des Tages zurückerinnern, etwas Positives für den nächsten Tag planen, etc.)
  • Bei häufigem Streit zwischen Geschwistern evtl. Zeiten festlegen, zu denen sich Kinder in getrennten Zimmern aufhalten
  • Mit den Kindern klare Lern- und Freizeit-Zeiten vereinbaren; auch Zeiten, in denen jeder sich für eine (altersangemessene) Zeit einmal alleine beschäftigt
  • Gemeinsam überlegen, welche Aktivitäten Spaß machen und was die Laune wieder aufbessert
  • Es lohnt sehr, nach kreativen Lösungen zu suchen, wie die eigenen Hobbys trotz Kontaktbeschränkungen weiter betrieben werden können. Wenn auch nicht wie gewohnt, können sie so dennoch für etwas Ausgleich und Freude sorgen.
  • Häusliches Lernen mit den Unterrichtsmaterialien der Schule ist nicht das gleiche wie Üben zuhause oder die Hausaufgabensituation bei normalem Schulbesuch. Kinder müssen jetzt selbständiger arbeiten. Dafür brauchen manche mehr Unterstützung der Erwachsenen, zumal sie einen Teil ihrer Energie jetzt brauchen, um die angespannte Situation und ihren Stress zu bewältigen. Deshalb brauchen Kinder beim Homeschooling nicht Druck oder Kritik der Eltern, sondern zunächst Verständnis für ihre Frustrationen und gemeinsames Überlegen, was beim Lernen zuhause hilfreich sein kann (evtl. zusammen mit der Lehrerin/dem Lehrer)
  • Lehrer sollten Aufgaben mit "Augenmaß" stellen und verstehen, dass sie nicht das Gleiche von ihren Schülern erwarten können wir zu normalen Unterrichtszeiten. Für Grundschul-Eltern hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein hilfreiches Merkblatt erstellt, wie sie ihre Kinder beim Lernen gut unterstützen und wie Kinder in dieser "Krisenzeit" sinnvoll mit Medien umgehen können (www.grundschulverband.de)
  • Kinder brauchen unbedingt positive Perspektiven: Auf was freuen sie sich am meisten für die Zeit "danach"? Welche Pläne gibt es, alleine, mit Freunden, mit der Familie? Gibt es vielleicht sogar die Aussicht auf etwas Neues, was man machen könnte?

Auch für Kinder gibt es weitere hilfreiche Links:

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs): Corona: Psychische Folgen von Corona und was zu tun ist - in 3 Minuten erklärt für Kinder von 6-12 Jahren

https://youtu.be/KfSQjA0wpVE (ein Video von Kindern für Kinder)

Das brauchen Jugendliche jetzt

Für Jugendliche ist es eine Entwicklungsaufgabe, sich langsam von den Eltern zu lösen. Gleichzeitig werden die Freunde immer wichtiger. Eine durch die Kontaktbeschränkungen erzwungene physische Nähe zu den Eltern bei gleichzeitig sehr eingeschränktem bis gar keinem physischen Kontakt zu Freunden und Gleichaltrigen bedeutet für sie zurzeit entsprechend eher Stress. Viele hätten vor einem Jahr nicht gedacht, dass sie sich einmal so sehr nach der Schule sehnen würden! Jetzt brauchen sie zum Durchhalten viel Entspannendes, viele positive Lichtblicke, sind sie noch so klein, und positive Perspektiven für die Zeit danach.

  • Räumliche und zeitliche Rückzugsmöglichkeiten, regelmäßige Zeit für Freiräume und Privatsphäre sind wichtig um Abstand zu gewinnen und "den Kopf wieder frei zu bekommen"
  • Homeschooling kann sehr anstrengend sein. Regelmäßige Pausen und selbst kleine Belohnungen für Geschafftes können die Motivation aufrechterhalten, helfen Frustrationen zu vermeiden und neue Kraft zu schöpfen. Auch der Austausch mit den Klassenkameraden über das Homeschooling kann zu gegenseitiger Unterstützung, Motivation und Aufmunterung führen. Deshalb sollte ihnen auch mehr Zeit für Chats, Telefonieren und digitale Treffen zugestanden werden.
  • Hausaufgaben und Schule können zum Konfliktthema mit den Eltern werden. Auch die Auseinandersetzung über Treffen mit Freunden, dem Medienkonsum, Mithilfe im Haushalt, etc. kann zu Machtkämpfen und Eskalation führen. Wenn die häusliche Situation extrem angespannt ist, ist alles hilfreich, was zum "Überleben" hilft. Dazu kann gehören, dass Eltern etwas mehr Milde walten lassen und Jugendliche (wie auch Schulkinder) nicht so streng beim Medienkonsum einschränken. Wenn die derzeitigen Einschränkungen wieder aufgehoben sind, können Eltern durchaus mit viel Klarheit auch wieder zu den alten Zeitgrenzen für den Medienkonsum zurückkehren.
  • Jugendliche wollen in ihrem großen Bedürfnis, ihre Freunde persönlich treffen und sich unabhängig bewegen zu können ernst genommen werden. Sie sind kooperativer in der Abwägung zwischen diesem Bedürfnis und einem möglichen Infektionsrisiko, wenn man sie in Entscheidungen miteinbindet.
  • Gemeinsame Aktivitäten mit der Familie, die Jugendlichen wirklich Spaß machen, wie z.B. gemeinsames Kochen, wirken sich positiv auf das belastete Klima in der Familie aus. Auch wenn Eltern sich auf die Interessen der Jugendlichen einlassen und z.B. gemeinsam ein digitales Spiel spielen, einen Film schauen, entspannt das die Situation.
  • Entspannungsübungen helfen, Stress abzubauen und sich wieder besser zu fühlen. Sport und Bewegung zuhause oder draußen in der Natur wie z.B. ein Spaziergang alleine oder auch soweit erlaubt mit Freunden, können helfen, sich von Druck und Belastungen zu befreien. Im Netz oder per App gibt es gute Fitnessprogramme. So können Bewegung und soziale Kontakte sogar miteinander verbunden werden.
  • Es lohnt sehr, nach kreativen Lösungen zu suchen, wie die eigenen Hobbys trotz Kontaktbeschränkungen weiter betrieben werden können. Auch in veränderter Form können sie so dennoch für etwas Ausgleich und Freude sorgen.
  • Den Blick bewusst auf etwas Positives zu richten, hilft auch ihnen, sich nicht in negativen Gedanken festzufahren. Auch noch so kleine Lichtblicke können die Stimmung verbessern und für gute Laune sorgen: Pläne/ Aktivitäten für die Zeit danach, ein gutes Gespräch, alle wohltuenden-, und Genussmomente, etc.

Auch für Jugendliche gibt es weitere hilfreiche Links:

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs):Psychische Folgen von Corona und was zu tun ist - in 3 Minuten erklärt für Jugendliche

  • https://youtu.be/oZCiWNxi7sw (ein Video von Jugendlichen für Jugendliche)

  • https://psychologische-coronahilfe.de/hilfen-fuer-kinder-und-jugendliche/

Dann sollten Familien sich Unterstützung suchen

Familien sollten nicht scheuen, sich frühzeitig bei uns zu melden, wenn:

  • Eltern merken, dass sich das Verhalten ihrer Kinder, ihres Partners oder ihr eigenes Verhalten ungünstig verändert hat und sie dadurch verunsichert und hilflos sind
  • Eltern alles über den Kopf wächst, sie nicht mehr zurechtkommen oder das Gefühl haben, sich selbst oder ihre Kinder nicht mehr im Griff zu haben
  • Eltern merken, dass schon länger bestehende Auffälligkeiten ihrer Kinder sich nun verstärken und sie sich überfordert fühlen
  • Homeschooling nicht klappt und Eltern und Kinder verzweifeln lässt
  • massive Konflikte entstehen zwischen Eltern, Kindern oder zwischen den Geschwistern
  • Eltern sich nicht mehr wiedererkennen, sich dauerhaft gereizt und ausgebrannt fühlen und Konflikte schnell eskalieren
  • es zu Gewalt kommt
  • werdende Eltern Sorgen und Ängste haben, weil durch die Kontaktbeschränkungen die eigentlich mögliche Begleitung und soziale Unterstützung wegfällt
  • häusliche Isolation und Quarantäne die Situation noch verschärfen
  • die Trauer um verstorbene Angehörige oder Freunde zu psychischen Krisen und einer erschwerten Bewältigung führt, zumal häufig ein würdevoller Abschied nicht möglich war
Logo Aachen
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Onlineberatung' (öffnet in neuem Fenster oder Browser-Tab/ open in new window)
  • Beratungsstelle
Caritas Familienberatung Aachen
Beratung und Hilfe für Schwangere, Familien, Eltern, Kinder, Jugendliche und Fachkräfte
Reumontstraße 7a
52064 Aachen
+49 241 33953 / 479870
+49 241 400 99 08
+49 241 33953 / 479870
+49 241 400 99 08
+49 241 400 99 08
info@(BITTE ENTFERNEN)familienberatung.caritas-ac.de

Öffnungszeiten

Mo - Fr:    08:15 Uhr - 13:00 Uhr und zusätzlich
Mo - Do:   14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Beratungstermine nach telefonischer Vereinbarung

Telefonische Sprechstunde:
Dienstags von 8 bis 9 Uhr unter Tel. 0241 33 953

Offene Sprechstunde:
Freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr,
ohne Voranmeldung, evt. mit Wartezeit